Das Gütesiegel "Sicherheit und Qualität für brandverletzte Kinder"

Thermische Verletzungen stellen im Kindesalter eine häufige Verletzung dar. Auch flächenmäßig kleine Verbrennungen können zu einer erheblichen Narbenbildung und lebenslangen Stigmatisierung mit funktionellem und / oder ästhetischem Defizite und nachfolgenden Korrektur-Operationen führen.

Um ein optimales Therapieziel zu erreichen, sollte jede Behandlung thermischer Verletzungen multidisziplinär durch in der Verbrennung spezialisierte Behandler erfolgen. Diese Therapie sollte fachgerecht je nach Schwere der Verbrennung entweder in Zentren für schwerbrandverletzte Kinder oder - in weniger schweren Fällen - spezialisierten Kliniken für brandverletzte Kinder erfolgen.

Der Arbeitskreis "Das schwerbrandverletzte Kind" legt zur Qualitätssicherung für die Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit einer thermischen Verletzung Mindestanforderungen fest. Kliniken, die mit dem Gütesiegel "Sicherheit und Qualität für brandverletzte Kinder" ausgezeichnet sind, erfüllen diese Mindestanforderungen.

Die Verleihung dieses Gütesiegels zielt darauf ab, die Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität der stationären Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit einer thermischen Verletzung zu sichern und eine, den Standards der Deutschen Gesellschaft für Verbrennungsmedizin (DGV) und der AWMF-Leitlinie "zur Behandlung thermischer Verletzungen im Kindesalter" entsprechende qualitativ hochwertige, altersgerechte, stationäre Versorgung und ambulante Nachsorge für alle Patienten zu gewährleisten.

Ziel ist die Optimierung der Genesung und Lebensqualität von Kindern und Jugendlichen mit einer thermischen Verletzung. Voraussetzung ist dabei unter anderem die Möglichkeit der Mitaufnahme eines Elternteils, eine kindgerecht spezialisierte Behandlung und Pflege sowie die Miteinbeziehung, Schulung und fachgerechte Anleitung der Sorgeberechtigten oder sonstiger Bezugspersonen.

Vertreter Fachgesellschaften

Die Bewertungsgruppe des Arbeitskreises "Das schwerbrandverletzte Kind" setzt sich aus Vertretern folgender Fachgesellschaften zusammen:

  • Deutsche Gesellschaft für Verbrennungsmedizin (DGV)
  • Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH)
  • Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (DGPRÄC)
  • Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ)
  • Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI)
  • Paulinchen - Initiative für brandverletzte Kinder e.V.

Die notwendigen Anforderungen wurden wie folgt definiert:

  • Personelle und fachliche Anforderungen.
  • Anforderungen an die Organisation, räumliche Einrichtungen und technische Ausstattung (Infrastruktur).
  • Die Teilnahme an Maßnahmen zur Weiterbildung mit dem Ziel der Sicherung der Ergebnisqualität.

Antragsformular

Das Antragsformular zur Erlangung des Gütesiegels und weitere Informationen zur Abfrage der genannten Qualitätskriterien erhalten Sie hier:

oder

Bitte füllen Sie das zu Ihrer Klinik passende Formular aus und senden es an die DGV - entweder per Mail an info@verbrennungsmedizin.de oder per Fax: +49 30 53 02 19 85.

Bei Rückfragen zum Ausfüllen der Formulare wenden Sie sich bitte per Mail direkt an Dr. med. Mechthild Sinnig, Hannover: Sinnig@hka.de

Die Qualitätskriterien werden bei der Begutachtung der Kliniken durch Vertreter der Bewertungskommission anhand dieses Kriterienkataloges im Detail geprüft. Sind die Voraussetzungen erfüllt, wird das Gütesiegel "Sicherheit und Qualität für brandverletzte Kinder" für die Dauer von 3 Jahren verliehen. Es kann dann neu beantragt werden.

Die Liste aller Kliniken, die das Gütesiegel bereits erhalten haben, können Sie hier einsehen.

Aktuelles

Leitlinie

Behandlung thermischer Verletzungen des Erwachsenen

Die (prä)klinische Erstversorgung, Diagnostik, Lokalbehandlung sowie die qualifizierte Nachsorge der verletzten Haut.

Rehabilitation

Empfehlungen zur Rehabilitation Brandverletzter

Eine Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Verbrennungsmedizin (DGV).

Publikationen

Medienspiegel

 

"Vorsicht, heiß!"
09. September 2020

„Kinder im Alter von 0-5 Jahren bilden bei thermischen Verletzungen die Hochrisikogruppe. Besonders unterschätzt werden heiße Flüssigkeiten, wie z. B. Tee oder Kaffee, welche die sensible Kinderhaut schon ab 52° C langfristig schädigen“, erläutert Prof. Dr. med. Marcus Lehnhardt, Präsident der Deutsche Gesellschaft für Verbrennungsmedizin. „Dabei wird besonders häufig die Küche zum Unfallort“, führt der Experte weiter aus.

 

Termine

28. Jahrestagung

des Arbeitskreises "Das schwerbrandverletzte Kind"

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Stuttgart - Hybridkongress
, Forum - Haus der Architekten -
28. Jahrestagung

39. Jahrestagung

der Deutschsprachigen Arbeitsgemeinschaft für Verbrennungsbehandlung (DAV)

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Graz / Österreich
, Messecongress Nord
39. Jahrestagung

Päd-Ass 2021 18. Assistentenkongress des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte e.V.

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Köln

11. Mitteldeutscher Wundkongress

|
Magdeburg
, Maritim Hotel

Facharztseminar Plastische Chirurgie der BDC|Akademie

|
Berlin
, KARL STORZ Besucher- und Schulungszentrum Berlin

53th Annual Meeting
American Burn Association (ABA)

|
Virtual

138. Deutscher Chirurgen Kongress

|
via Lifestream

43nd Annual John A. Boswick, M.D. Burn and Wound Care Symposium

|
Maui, Hawaii (USA)
, Wailea Beach Marriott Resort and Spa.