Das Gütesiegel "Sicherheit und Qualität für brandverletzte Kinder"

Antrag / Folgeantrag für 2026 bis 2028: Bitte bis 15. November 2025 einreichen!

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Thermische Verletzungen stellen im Kindesalter eine häufige Verletzung dar. Auch flächenmäßig kleine Verbrennungen können zu einer erheblichen Narbenbildung und lebenslangen Stigmatisierung mit funktionellem und / oder ästhetischem Defizite und nachfolgenden Korrektur-Operationen führen.

Um ein optimales Therapieziel zu erreichen, sollte jede Behandlung thermischer Verletzungen multidisziplinär durch in der Verbrennung spezialisierte Behandler erfolgen. Diese Therapie sollte fachgerecht je nach Schwere der Verbrennung entweder in Zentren für schwerbrandverletzte Kinder oder - in weniger schweren Fällen - spezialisierten Kliniken für brandverletzte Kinder erfolgen.

Der Arbeitskreis "Das schwerbrandverletzte Kind" legt zur Qualitätssicherung für die Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit einer thermischen Verletzung Mindestanforderungen fest. Kliniken, die mit dem Gütesiegel "Sicherheit und Qualität für brandverletzte Kinder" ausgezeichnet sind, erfüllen diese Mindestanforderungen.

Die Verleihung dieses Gütesiegels zielt darauf ab, die Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität der stationären Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit einer thermischen Verletzung zu sichern und eine, den Standards der Deutschen Gesellschaft für Verbrennungsmedizin (DGV) und der AWMF-Leitlinie "zur Behandlung thermischer Verletzungen im Kindesalter" entsprechende qualitativ hochwertige, altersgerechte, stationäre Versorgung und ambulante Nachsorge für alle Patienten zu gewährleisten.

Ziel ist die Optimierung der Genesung und Lebensqualität von Kindern und Jugendlichen mit einer thermischen Verletzung. Voraussetzung ist dabei unter anderem die Möglichkeit der Mitaufnahme eines Elternteils, eine kindgerecht spezialisierte Behandlung und Pflege sowie die Miteinbeziehung, Schulung und fachgerechte Anleitung der Sorgeberechtigten oder sonstiger Bezugspersonen.

Vertreter Fachgesellschaften

Die Bewertungsgruppe des Arbeitskreises "Das schwerbrandverletzte Kind" setzt sich aus Vertretern folgender Fachgesellschaften zusammen:

  • Deutsche Gesellschaft für Verbrennungsmedizin (DGV)
  • Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH)
  • Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (DGPRÄC)
  • Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ)
  • Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI)
  • Paulinchen - Initiative für brandverletzte Kinder e.V.

Die notwendigen Anforderungen wurden wie folgt definiert:

  • Personelle und fachliche Anforderungen.
  • Anforderungen an die Organisation, räumliche Einrichtungen und technische Ausstattung (Infrastruktur).
  • Die Teilnahme an Maßnahmen zur Weiterbildung mit dem Ziel der Sicherung der Ergebnisqualität.

Antragsformular

Das Antragsformular zur Erlangung des Gütesiegels und weitere Informationen zur Abfrage der genannten Qualitätskriterien erhalten Sie hier:

oder

Bitte füllen Sie das zu Ihrer Klinik passende Formular aus und senden es per Mail an die DGV.

Bei Rückfragen zum Ausfüllen der Formulare wenden Sie sich bitte per Mail direkt an Dr. med. Mechthild Sinnig, Hannover: Sinnig@hka.de

Die Qualitätskriterien werden bei der Begutachtung der Kliniken durch Vertreter der Bewertungskommission anhand dieser Kriterienkataloge

oder

im Detail geprüft.
Sind die Voraussetzungen erfüllt, wird das Gütesiegel "Sicherheit und Qualität für brandverletzte Kinder" für die Dauer von 3 Jahren verliehen. Es kann dann neu beantragt werden.

Die Liste aller Kliniken, die das Gütesiegel bereits erhalten haben, können Sie hier einsehen.

Aktuelles

Leitlinie

Behandlung thermischer Verletzungen des Erwachsenen

Die (prä)klinische Erstversorgung, Diagnostik, Lokalbehandlung sowie die qualifizierte Nachsorge der verletzten Haut.

Rehabilitation

Empfehlungen zur Rehabilitation Brandverletzter

Eine Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Verbrennungsmedizin (DGV).

Publikationen

Medienspiegel

Pressemeldung: Norderstedt I Hamburg, 28. Januar 2025

Paulinchen – Initiative für brandverletzte Kinder e.V.

Virtuelle Ausstellung: Ein Teil von mir – Narben machen (k)einen Unterschied

Paulinchen – Initiative für brandverletzte Kinder e.V. eröffnet eine neue virtuelle Ausstellung, die Mut machen und aufklären soll. Unter dem Titel „Ein Teil von mir – Narben machen (k)einen Unterschied“ rückt das Projekt die lebenslangen Folgen von Verbrennungen und Verbrühungen im Kindesalter in den Fokus.
„In 2023 feierte Paulinchen e.V. sein 30-jähriges Jubiläum mit einer Fotoausstellung in Hamburg. Die beeindruckende Resonanz führte zur Idee, die Ausstellung einem größeren Publikum auch virtuell zugänglich zu machen“, erklärt Susanne Falk, Vorsitzende von Paulinchen e.V.

 

Termine

32. Jahrestagung

des Arbeitskreises "Das schwerbrandverletzte Kind"

|
Offenbach
32. Jahrestagung

21th European Burn Association Congress (EBA)

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Berlin
, Estrel Congress Center
21th European Burn Association Congress (EBA)

Jubiläumssymposion: Die Kinderverbrennungschirurgie im Wandel der Zeit

|
München Klinik Schwabing
, Hörsaal Kinderklinik

Deutscher Wundkongress – Bremer Pflegekongress DEWU

|
Bremen

64. DAH (Deutschsprachige Arbeitsgemeinschaft für Handchirurgie) Symposium

|
Berlin

20. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft Interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin (DGINA) e. V.

|
Köln
, Confex

32. Jahrestagung des Arbeitskreises "Das schwerbrandverletzte Kind"

|
Offenbach

29. Jahrestagung der VDÄPC Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen

|
Berlin